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05. Januar 2006
Ungewöhnliche Ideen der Bestatter sollen den Rückgang der Sterbefälle
kompensieren
Bestattung per Fußball
Wenn er schon ins Grass beißt, sollte der treue Fan zumindest nicht den Ball
vergessen. Eine niedersächsische Firma bietet neuerdings die Bestattung per
Fußballurne an.
HB LASTRUP. Deutschland ist im Fußballfieber - und manche Bundesbürger nehmen
Symbole ihrer Leidenschaft sogar mit ins Grab. Rechtzeitig vor der
Weltmeisterschaft im kommenden Sommer gibt es jetzt eine Urne in Form eines
Fußballs. Im niedersächsischen Lastrup hat die Firma Heiso-Metallwaren das
außergewöhnliche Grabbehältnis in ihr Sortiment aufgenommen.
Von außen sieht der schwarz-weiß lackierte Fußball für die Ewigkeit aus wie ein
gewöhnlicher Fanartikel. Erst bei näherem Betrachten fällt auf, dass der hohle
Metallball aufklappbar ist und genügend Platz für die sterblichen Überreste nach
der Verbrennung im Krematorium bietet.
>>> mehr dazu im
Handelsblatt
Rickling 10.11.2005
Dörfer im Amt Rickling wollen bei Bestattung Alleinstehender sparen
Der Sparzwang der Kommunen erreicht die Toten. Die Bürgermeister im Amt wollen
Verstorbene, die ohne Angehörige sind, billiger als bislang bestatten - in
anonymen Urnengräbern. Das träfe vor allem Menschen, die als chronisch psychisch
Kranke viele Jahre im Psychiatrischen Zentrum des Landesvereins für Innere
Mission in Rickling lebten. Die Friedhofsverwaltung in Rickling aber, auch in
Hand des Landesvereins, lehnt anonyme Grabstellen ab.
Die Friedhofskosten beim Amt, das das Bestattungswesen für die Dörfer betreut,
schossen in den vergangenen Jahren nach oben.
Der Grund: Seit den 1950er Jahren hatte Hamburg chronisch psychisch Kranke in
die Ricklinger Betreuungseinrichtungen des Landesvereins für Innere Mission
entsandt. Nach 30 oder 40 Jahren starben sie, oft vereinsamt. Angehörige fanden
sich nicht. Das Amt regelte die Beerdigung, Hamburg zahlte.
Die reinen Grabkosten summieren sich auf etwa 1 100 Euro, erklärt Jürgen Stick
von der Amtsverwaltung. 15 bis 20 Fälle hat er pro Jahr auf dem Tisch, macht
rund 20 000 Euro.
>>> mehr dazu in der Segeberger Zeitung
MOERS 27. Juni 2005
Kolumbarium für Urnen, Feld für Totgeburten
Das städtische Grünflächenamt will neue Wege in der Bestattungskultur gehen. Im
Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt (ASPU) am morgigen Dienstag
stellt ein Mitarbeiter des beauftragten Planungsbüros die
Gestaltungsmöglichkeiten für die insgesamt acht neuen Grabarten vor. Dazu gehört
auch das Kolumbarium, also eine oberirdische Urnenwand mit Nischen für bis zu
zwei Urnen und Platz für Namensplatten.
An einem Gemeinschaftsdenkmal können Angehörige Blumen ablegen.
Neu ist ein Begräbnisfeld für Tot- und Fehlgeburten sowie Föten aus
Schwangerschaftsabbrüchen.
>>> mehr dazu
THÜRINGEN 5. Mai 2005
Feuer ohne Feier
Nach dem Tod kommt das Geschäft. Es wird gerechnet, es wird gefeilscht, manche
können ihre Rechnung nicht bezahlen. Auch in Thüringen steigt die Nachfrage nach
billigen Bestattungen. Anonym unter die Erde zu kommen, das liegt seit Jahren im
Trend.
ERFURT. Ungefähr hundert Meter liegen zwischen UGA und UGG. Das zeigt der
vergilbte Plan hinter Glas im Schaukasten des Erfurter Hauptfriedhofs. Hundert
Meter und rund 350 Euro. Das zeigt der Plan nicht.
In akkurat gezogenen Streifen bedecken gelbe, blaue und rote Primeln die UGA,
die "Urnengemeinschaftsanlage", fünf mal drei Meter Erde. "2004" steht auf einer
schlichten Marmorplatte. Auf dem Schild daneben ist zu lesen, man möge
mitgebrachte Blumen doch bitte an einer zentralen Sammelstelle niederlegen.
Nicht zu erkennen, wer hier begraben ist. Im Gegensatz zum UGG, dem
"Urnengemeinschaftsgrab". Zwölf Namen sind hier in eine graue Granitsäule
gemeißelt, daneben stehen frische Rosen. Das ist aber teurer.
"Täglich fragen die Leute bei mir nach der billigsten Variante, eigentlich fast
nur noch", sagt der Erfurter Bestattungsunternehmer Uwe Bornkessel. Vor allem,
nachdem Anfang 2004 das Sterbegeld der Krankenkassen weggefallen ist - das waren
immerhin bis zu 530 Euro.
>>> mehr dazu
21. März 2005
Fötenbeisetzung, 11 Uhr, Feld 17
TRAUER / Früher galten tot geborene Kinder als Abfall. Jetzt werden sie anonym
bestattet. Dank eines neuen Gesetzes.
"Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle
Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache."
(Antoine de Saint Exupéry, Der kleine Prinz) Sie sind nur ein schwacher Trost,
die Zeilen, die Pfarrer Peter Glörfeld in der Friedhofskapelle am Duisburger
Sternbuschweg aus dem "Kleinen Prinzen" zitiert. Die Tränen der jungen Frau, die
das Gesicht schluchzend in den Armen ihres Partners vergräbt, können die Worte
nicht stoppen. Nur ein paar Wochen lang hat sie das Kind in ihrem Bauch
getragen, bevor es tot zur Welt kam. Und doch war das winzige Geschöpf, das nun
einen Platz in dem bunt bemalten Kindersarg hat, ein Teil von ihr. Einer, von
dem sie sich jetzt an einem würdevollen Ort des Trauerns verabschieden kann. Das
war nicht immer so.
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24.2.2005
Aus Geldgründen ins anonyme
Urnengrab
Die Bestattungskosten sind auch im Siebengebirge sprunghaft gestiegen -
Christoph Prinz und Christoph Klant sehen nach wie vor ein großes Bedürfnis der
Menschen, zu trauern
Von Judith Herber
Siebengebirge. Friedhöfe spiegeln gesellschaftliche Veränderungen wider. In den
vergangenen Jahren stieg die Zahl anonymer Bestattungen sprunghaft an, und vor
allem in den Städten gibt es immer mehr verwahrloste Gräber. Aber das Bedürfnis,
um einen geliebten Menschen zu trauern, ist geblieben, sagen die Bestatter
Christoph Prinz aus Bad Honnef und Christoph Klant aus Königswinter, die ihre
Tätigkeit heute als Dienstleistung verstehen.
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Köln 30.12.2004
Kölner Bestatter in Südasien
Der Anruf des Außenministeriums kam mitten in der Nacht. Man
fragte, ob er, Christoph Kuckelkorn, bereit sei, nach Südasien zu fliegen und
dort zu helfen, die Leichen deutscher Urlauber zu versorgen. Kuckelkorn gehört
zu den wenigen Spezialisten in Deutschland, die in der Lage sind, einen Leichnam
für längere Zeit zu konservieren („Enbalming“) und die Verwesung hinauszuzögern;
gleichzeitig werden Körper mit Verletzungen rekonstruiert und so hergerichtet,
dass Angehörige am offenen Sarg Abschied nehmen können. ...
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Den Tod begreifen
Thanatologen werben für die offene Aufbahrung Verstorbener
Schwerin (epd). Heiko Schönsee ist es lieber, wenn seine Kunden weinen. Damit
sie sich nicht gezwungen fühlen, ihre Tränen zu unterdrücken, hat der Schweriner
Bestattungsunternehmer immer eine Taschentücherbox auf dem Tisch stehen. Das
Schlimmste sind für ihn Menschen, die ihre Wut auf den Verstorbenen und ihren
Frust an ihm auslassen, sagt der 30-Jährige über seinen Traumberuf.
Bereits mit 14 Jahren, bei der Beerdigung seiner Großmutter, war der gebürtige
Schweriner davon überzeugt, dass "ich das besser kann". Gestört hätten ihn unter
anderem die Plastikblumen an Kranz und Gebinde und dass jeweils nur ein Sarg
oder eine Urne zur Auswahl standen. Als er 18 Jahre alt war, stieg er ins
Bestattungsunternehmen seiner Mutter ein. Und als diese mit nur 44 Jahren
Heiligabend 1995 unerwartet starb, gründete Schönsee sofort seine eigene Firma.
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13.11.04 Gladbeck
Mit Würde Abschied nehmen
Der Umgang mit den Toten gehört zum Leben
Manchmal geht alles ganz schnell. Ein Mensch
stirbt, ist plötzlich nicht mehr da. Sich von ihm zu verabschieden, in aller
Ruhe - das ist Wunsch vieler Angehöriger. Trauerräume, eigens dafür
hergerichtet, helfen dabei. In den Nachbarstädten Bottrop und Gelsenkirchen gibt
es sie bereits.
Früher war das ganz üblich: Der Tote wurde zu Hause aufgebahrt, der Raum mit
Blumen und Kerzen geschmückt und die Verwandten, Freunde und Nachbarn kamen, um
sich zu verabschieden. Heute werden die meisten Menschen gleich nach dem Tod vom
Bestatter abgeholt und bis zur Beerdigung in einer kargen Zelle in der
Trauerhalle aufgebahrt. Das ist zeitgemäß, aber nüchtern.
"Viele Angehörigen vermissen den würdevollen Rahmen, die Möglichkeit, sich in
Ruhe zu verabschieden", weiß Bestatter Hermann Nagel. .....
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13.11.04
Trauer kostet Zeit und Geld
SCHWALM. Steinmetze merken es an weniger Aufträgen für
Grabsteine. Beerdigungsunternehmer an den Wünschen ihrer Kunden: Es hat sich was
geändert in der Bestattungskultur. Man stirbt anders. Man trauert anders, auch
in der Schwalm.
Früher gingen die Leute zum Steinmetz und ließen sich über den passenden
Grabstein für ihren gestorbenen Angehörigen beraten. „Heute wird verhandelt, wie
beim Autokauf“, sagt Lutz Lesch, Steinmetz in Treysa. Seit einem Jahr bekommt er
deutlich weniger Aufträge für Grabsteine zu Erdgräbern. „Es ist vor allem eine
Kostenfrage“, erklärt der Steinmetz die neue Lage. Ein Urnengrab sei kleiner,
der Stein dafür auch. Viele verzichten ganz auf eine Gedenktafel. „Manchmal
stehen Holzkreuze fünf bis sechs Jahre lang und werden nicht gegen einen Stein
ausgetauscht“, sagt Lesch.
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5.11.04 Köln
Bestatter fordern pflegefreie Grabanlagen
Die traditionelle Bestattungskultur droht auszusterben.
Probleme bereiten den Zulieferern auch die Veränderungen in der
Bestattungskultur.
Köln - Die deutschen Zulieferer des Bestattungsgewerbes klagen über starke
Geschäftsrückgänge. Im ersten Halbjahr 2004 sank die Sargherstellung in
Deutschland im Jahresvergleich um acht Prozent auf 142 000 Stück, teilte der
Verband der Deutschen Zulieferindustrie für das Bestattungsgewerbe (VDZB) in
Köln mit. Zugleich schrumpfte der Umsatz im ersten Halbjahr 2004 um zehn Prozent
auf rund 30 Millionen Euro. Bis zum Jahresende wird die Produktion rund 275 000
Stück betragen. Zum Vergleich: 1993 wurden noch über 500 000 Särge produziert.
„Der Geiz-ist-geil-Trend zeigt sich auch in unserer Branche“, sagte der
stellvertretende VDZB-Geschäftsführer Bert Hassel. Teure Särge...
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dazu
3.11.2004
Baum des Lebens
Pfarrer Karl Tölle möchte über Bestattungsformen diskutieren Urnengräber an
Kirchen als Alternative zu herkömmlichen Friedhöfen
DABERG · Pastor Karl Tölle geht davon aus, dass seine Anregung innerhalb der
Gemeinde für "reichlich Diskussionsstoff" sorgen wird. "Aber ich denke, dass wir
zumindest darüber reden sollten", so der Seelsorger von St. Liborius, der sich
für seine Gemeinde eine neue Form der Bestattungskultur vorstellen kann. Sein
Vorschlag geht sogar so weit, dass Urnen künftig wieder an den Kirchen und nicht
mehr auf Friedhöfen beigesetzt werden. In Lohauserholz könnte dies neben dem
neuen Kirchturm geschehen, auf dem Daberg im Bereich des Kirchplatzes.
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2.11.04
Sarg mit Anislikör ausgestattet
Saint-Quentin-de-Chalais
Der 87-jährige Franzose Angel Hays will eine Überlebens-Chance im Sarg haben, falls er aus Versehen lebendig begraben wird. Er hat sich einen Sarg gebastelt, der wie ein Wohnwagen ausgerüstet ist: Wasserbehälter, Nahrung, Anislikör, Ventilation und ein Alarmsystem, das bei der geringsten Bewegung im Sarg Alarm geben soll.
31.10.04
Des einen Tod ist des anderen Brot
Unkonventionell gehen Martin Stankowski und Rainer Pause mit dem Tabu-Thema
Tod um. Ihr Kabarett-Stück "Tod im Rheinland" bietet seit zehn Jahren
Lehrreiches und Amüsantes über die Geschichte der Bestattungskultur im Rheinland
Von Christiane Martin
Kabarett in der Trauerhalle? Ist das nicht ein bisschen makaber, könnte sich
mancher Pietist fragen. Martin Stankowski und Rainer Pause spielen ihr Programm
"Tod im Rheinland" ausschließlich an Orten, die mit dem Tod zu tun haben: auf
Friedhöfen, in Bestattungshäusern oder Krankenhauskapellen. Und das ganz
bewusst, denn trotz der kabarettistischen Ausrichtung behandelt das Stück den
Tod, insbesondere die Sterbekultur im Rheinland. Mit dieser eigenwilligen
Mischung sprechen Stankowski und Pause ein alltägliches und dennoch oft
tabuisiertes Thema auf unkonventionelle Weise an.
>>> mehr in der taz hier
29.10.04
Neue Gräber braucht das Land
Die Tante aus den USA hat sich in einen Diamanten verwandeln lassen. Ihr Bruder
fiel als Sternschnuppe vom Himmel, und seine Frau will dereinst, wenn ihre Asche
mit Zement verrührt worden ist, in einem Korallenriff überdauern.
Der Trend geht auch bei den letzten Dingen in Richtung Individualität.
Ausgefallene Wünsche sind zumindest in Großstädten keine Seltenheit mehr. Selbst
Feng Shui, die chinesische Harmonie-Lehre, findet bei der zeitgemäßen
Grabgestaltung bereits Anklang (in Linz erfährt man bei einem WIFI-Seminar am
12. und 19. November mehr dazu).
Doch auch das liegt im Trend: Immer mehr Menschen ...
>>> mehr dazu
Der Tod ist nicht kostenlos
ALLERHEILIGEN / Feuerbestattungen, anonyme Beerdigungen und sogar das Verstreuen
der Asche liegen anscheinend im Trend. Vieles hat sich geändert, auch aus
wirtschaftlichen Gründen.
AM NIEDERRHEIN. In heimischer Erde möchten die meisten Angehörige ihre
Verstorbenen beerdigt wissen. Immerhin hat Trauer auch stets etwas mit
Sehnsucht, Wehmut und Nähe zu tun. Zumindest früher war das so. Heute ist
anscheinend eine Feuerbestattung mit anschließendem Verstreuen der Asche
"schick". Nicht in aller Herren Länder, aber in Holland. Genauer: in Venlo.
"Im Durschnitt haben wir im Jahr 1100 Sterbefälle", rechnet Stefan Oppermann,
Leiter des Grünflächenamtes der Stadt Moers, die letzten Jahre hoch. Und nahezu
alle wurden auch in der alten Grafschaft beigesetzt. Doch 60 bis 80 Tote aus
Moers wurden seit dem 1. September 2003 in Venlo auf einer ausgewiesenen Fläche
verstreut, wagt Oppermann eine grobe Schätzung. Nur, "die genaue Zahl können wir
nicht feststellen", so Oppermann.
>>> mehr dazu
Aschenstreufeld: Eine andere Art
des Erinnerns
Arnsberg. Allerheiligen - das ist der Tag, an dem Angehörige ihrer
Verstorbenen gedenken. So finden am Montag in allen Stadtteilen Gedenkfeiern und
Gräbersegungen auf den Friedhöfen statt. Seit einiger Zeit ist in Arnsberg auch
die Ausstreuung der Asche Verstorbener möglich - doch noch machten nicht sehr
viele von dieser Möglichkeit Gebrauch.
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25.10.2004
TV-Tipp:
Trauer und Sterben
In der Fernsehreihe "Spirit - Leben mit Stil" der christlichen
Fernsehsender Bibel TV und EWTN stehen im November die Themen Trauer und Sterben
im Mittelpunkt. Das hat das katholische Hilfswerk Kirche in Not/Ostpriesterhilfe
in München angekündigt, in dessen Studio das Magazin produziert wird.
Unter dem Titel "In der Trauer lebt die Liebe weiter" beantwortet die
Psychotherapeutin und Steyler Missionsschwester Miriam Altenhofen Fragen zum
Sinn der Trauer, zu den einzelnen Trauerphasen, zur Trauerbewältigung und dazu,
wie man Trauernden am besten helfen kann. In der Sendung "Sterben als Teil
des Lebens" sprechen der katholische Diakon Herbert Gerlovski und der Arzt
Andreas Fürsch von der Hospizgemeinschaft Arche Noah über die Angst vor dem
Sterben, die Wichtigkeit der letzten Lebensphase sowie die moderne
Schmerztherapie und die liebevolle Begleitung Sterbender als bessere Alternative
zur Euthanasie.
Näheres zum Empfang der Sender und die genauen Sendetermine kann man unter
www.kirche-in-not.de erfahren oder unter Telefon 0 89 / 74 37 17 09
erfragen.
Quelle: Kirche in Not
Hinweis von: Cornelius Bischoff www.DIAKOnetz.de
22.10.04
Immer mehr
Bestattungen ohne Feier
Nürnberger Pfarrer regen öffentliche Diskussion an
Nürnberg (epd). Immer mehr Feuerbestattungen gehen in Nürnberg "ohne jegliche
Feier" vor sich. Auf diesen Trend hat die örtliche Arbeitsgemeinschaft
christlicher Kirchen (AcK) mit einem Positionspapier zur Bestattungskultur
reagiert. Während es 1998 rund 500 derartige Bestattungen gab, seien es im
vorigen Jahr schon 800 Einäscherungen "ohne religiöse oder säkulare
Trauerfeier", betont Rainer Oechslen, Dekan von Nürnberg-West, in dem
Positionspapier. Das sei bei den jährlich 5.600 Sterbefällen in Nürnberg fast
jeder siebte Verstorbene.
>>> mehr dazu Evangelischer Pressedienst
21.10.04
Profit statt Pathos: Verbraucherschützer warnen vor
Pauschalangeboten im Geschäft mit dem Tod
Das schnelle Geld steht oftmals im Vordergrund, geht es darum, trauernden
Menschen bei der Beerdigung ihrer verstorbenen Angehörigen zur Seite zu stehen.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest. Die
Verbraucherschützer hatten Angebote von 29 Bestattungsunternehmern in
Deutschland verglichen. Das Ergebnis: Die Kosten einer Erdbestattung einfachster
Form schwankten zwischen 499,- und 1.570 Euro.
Es liegt auf der Hand, wer mehr möchte als ein klassisches Armengrab, muss
tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben von „Stiftung Warentest“ schlage
eine übliche Erdbestattung mit bis zu 2.230 Euro zu Buche. Hinzu kommen – abhängig
von Friedhof und Bundesland - 660 bis 2.350 Euro für Beisetzung, Grabanlage und
Nutzung. Unter dem Strich 4.580 Euro. Das Doppelte zahlt, wer ein Grab aussuchen
will oder Wert auf einen besonderen Sarg legt!
Die Recherchen der Verbraucherschützer ergaben, dass der Weg zum schnellen Euro
bei den meisten Beerdigungsunternehmern über pauschale Offerten führt. Die
Rechnung der Bestatter ist einfach: Da die meisten Hinterbliebenen in ihrer
aktuellen Situation überfordert sind, komme kaum ein Kunde auf den Gedanken,
weitere Angebote einzuholen. Welche Dienstleistungen die vereinbarte Summe tatsächlich
enthält, sei für den Auftraggeber zudem kaum nachvollziehbar.
Im Falle der Warentester hatten Beerdigungsunternehmer die Rechnung für ein
vereinbartes, einfaches Begräbnis durch Blumenschmuck, eine Trauerfeier und
weitere kostenintensive Details erweitert, die von den Kunden weder gewünscht
noch bestellt waren. Interessant: Nach Presseinformationen gab es die meisten
Beanstandungen bei den Marktführern der Branche, Ahorn-Grieneisen und EFS
Bestattungen. E-Mail-Anfragen unserer Redaktion blieben bis zum Zeitpunkt der
Veröffentlichung unbeantwortet. Interessenten
finden praktische Hinweise und
weitere Informationen auf den Internetseiten der Stiftung Warentest. Die
Internetadresse lautet:
www.warentest.de
Bearbeitet von: Cornelius Bischoff
Quelle: Das Textbüro - Red. Landschau
www.DIAKOnetz.de
Idee mit Zukunft?
Algordanza "Erinnerungs-Diamanten" nun auch in Deutschland am Start
„Im Be-greifen liegt der Schlüssel zu dieser besonderen Art, mit Tod und Schmerz
umzugehen“, sagt Andreas Wampl. Der 43-Jährige ist Mitgeschäftsführer der
Algordanza Erinnerungs-Diamanten GmbH im österreichischen Dornbirn. Nach dem
Vorbild eines gleichnamigen Unternehmens in Chur (Schweiz), nutzen Andreas Wampl
und Andreas Wagner-Wehrbaum die Asche verstorbener Menschen, um daraus
hochwertige Edelsteine für das Andenken der Hinterbliebenen zu fertigen.
Der Zeitpunkt für den Start dieser ungewöhnlichen Geschäftsidee ist günstig
gewählt, denn das traditionell gefügte Weltbild europäischer Bestattungskultur
ist in Bewegung: Angesichts einer steigenden Zahl alter Menschen fehlt vor allem
in Großstädten der Platz für notwendige Friedhofs-Erweiterungen. Die zunehmende
Zersplitterung der Familien stellt immer mehr Hinterbliebene vor die
Herausforderung einer würdigen Grabpflege und Diskussionen über
Weltraumbestattungen und die Anlage so genannter Friedwälder haben die
Bereitschaft gefördert, laut über das Tabu-Themen „Tod“ nachzudenken.
Andreas Wampl ist überzeugt: „Der Erinnerungs-Diamant kommt dem menschlichen
Bedürfnis, unsere Trauer Schritt für Schritt in ein lebendiges Andenken zu
verwandeln, am nächsten.“ Die funkelnde Reliquie durchbricht die Pflicht, Stille
und Einkehr beim sonntäglichen Gang auf den Friedhof zu üben. Der Diamant
übertrifft zudem den Erinnerungswert eines Fotos, das den Verstorbenen in einer
glücklichen Momentaufnahme festzuhalten versucht.
Quelle: www.DIAKOnetz.de
Interessenten bekommen weitere Informationen im Internet.
www.algordanza.at
Samstag, 4. September 2004
Letzte Ruhe im Pappkarton?
Ohne Sterbegeld kein Prunk
Der Wegfall des Sterbegeldes seit dem 1. Januar 2004 hat zu einer veränderten
Bestattungskultur in Deutschland geführt. "Besonders in den neuen Ländern wird
bei Beerdigungen nach kostengünstigen oder alternativen Angeboten gesucht",
sagte Hermann Weber, Geschäftsführer der Verbraucherinitiative Aeternitas.
Ein Drittel der Bevölkerung wolle nur maximal 2.500 Euro für eine Bestattung
ausgeben. Im Durchschnitt lägen die Kosten jedoch bei rund 5.000 Euro. Dabei
werde im Osten mehr gespart als im Westen.
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Samstag, 4. September 2004
Viele Angehörige sparen bei den Kosten für Bestattung
Streichung des Sterbegeldes im Januar 2004 sorgt für Umsatzrückgang in der
Branche
Forscher seziert tiefe Verlustangst bei Ostdeutschen
Magdeburg/dpa. Sterben ist teuer: In Zeiten knapper Kassen wird immer häufiger
an der Beerdigung gespart. Besonders nach der Streichung des Sterbegeldes ab 1.
Januar 2004 achten immer mehr Menschen auf eine preiswerte und einfache
Bestattung, wie eine dpa- Umfrage ergab. «Die Kultur geht immer weiter in den
Keller», sagte Bestattermeister Gerald Arnold vom Ersten Magdeburger
Bestattungshaus. Neben der Bestattungsart - bevorzugt werden immer öfter anonyme
Beerdigungen - werde auch bei der Ausstattung der Trauerfeier und der Grabstelle
auf jeden Euro geachtet. Das Sterbegeld betrug zuletzt 525 Euro. Für eine sehr
preiswerte Beerdigung sind heute laut Arnold immerhin rund 1800 Euro fällig.
Er kritisierte vor allem das Vorgehen der Behörden. «Viele ältere Menschen haben
so genannte Vorsorgeverträge mit ihrem Bestatter abgeschlossen, um später die
Beerdigung überhaupt bezahlen zu können.» Grund: «Die Kinder oder die
Verwandtschaft will niemand belasten.» Allerdings entstünden immer häufiger
unvorhergesehene Kosten, etwa für einen Platz im Pflegeheim. Um diese zu
finanzieren, zwinge das Sozialamt die alten Menschen, ihre Vorsorgeverträge
weitgehend aufzulösen.
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Mainzer Verein hilft beim Leben mit der Trauer
Ratgeber für Eltern nach dem Tod eines Kindes / Freunde und Arbeitskollegen
wenden sich oft ab
Vom 07.06.2004
MAINZ (dpa) Wenn das eigene Kind ums Leben kommt, dann beginnt für Eltern ein
Albtraum. "Der Tod eines Kindes ist das denkbar schlimmste, was Eltern
passieren kann", sagt der Vorsitzende des in Mainz ansässigen Vereins
Trauernde Eltern Rhein-Main, Dieter Steuer.
Der Psychotherapeut, Heilpraktiker und Trauerbegleiter spricht aus eigener
Erfahrung. Vor zehn Jahren starb sein Sohn an einer unheilbaren Krankheit. Drei
Jahre nach dessen Tod gründete Steuer gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern
den gemeinnützigen Verein, der sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden
finanziert.
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Potsdam, 8.6.04
Tod im Straßenverkehr: Gedenktafel für 339 Kinder
(dpa) Seit 1990 sind in Brandenburgs Straßenverkehr 339 Kinder ums Leben
gekommen. Zu ihrem Andenken und als Mahnung werde an diesem Freitag in Potsdam
eine neue Gedenktafel enthüllt, teilte die Präsidentin der
Landesverkehrswacht, Anita Tack, am Montag mit. Bundesweit komme die Hälfte der
im Straßenverkehr getöteten Kinder bis 15 Jahre im Auto ums Leben. Tack mahnte
die Eltern unter Hinweis auf Kindersitze sowie das Anlegen von Sicherheitsgurten
zur Einhaltung ihrer Sorgfaltspflicht.
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Dorsten, 4. Juni 2004
Stadt will den "Sargzwang" beibehalten
In seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 8. Juni, 16 Uhr, beschäftigt sich der Bauausschuss mit der Neufassung der Friedhofssatzung nach dem neuen Bestattungsgesetz.
Neben einer ersten Erörterung im Dezember fand auch die Besichtigung eines Krematoriums in den Niederlanden statt. Die Verwaltung führte intensive Gespräche mit den örtlichen Kirchenvertretern, den Bestattern, Friedhofsgärtnern und Steinmetzen.
Als Ergebnis liegt jetzt der Vorschlag zur Beratung vor, das Traditionelle zu bewahren, aber die Umsetzung von Neuerungen, die sich aus einem veränderten Trauerverhalten der Bevölkerung ergeben, zu ermöglichen.
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Samstag 5. Juni 2004
Trauer am Straßenrand - Zehntausende Kreuze erinnern an tödliche Unfälle
- Behörden dulden sie als Mahnung
Berlin (ddp). Manchmal sind sie in einer Kurve, mal an einem Baum oder an einem
Waldrand: Nach Polizeischätzungen stehen bundesweit mittlerweile Zehntausende
Kreuze an Bundes- und Landstraßen, um an tödliche Unfälle zu erinnern. «Familienmitglieder
oder Freunde trauern auf diese Weise um ihre getöteten Angehörigen und
versuchen so, das Geschehene besser zu verarbeiten», sagt ADAC-Sprecher
Maximilian Maurer in München.
Vor mehr als drei Jahrzehnten wurden Kreuze an den Straßen in vielen europäischen
Ländern zum Symbol des Unfalltodes. Ende der 60er Jahre ließ der Staat an
Unfallschwerpunkten bundesdeutscher Autobahnen Kreuze mit der Mahnung «Hier
starb ein Autofahrer» aufstellen.
«Weit über 90 Prozent der Straßenkreuze erinnern an Jugendliche und Kinder»,
sagt Jörg Kuske vom Technischen Polizeiamt in Sachsen-Anhalt.
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"Nicht einmal der Tod ist
umsonst"
Vorbereitung auf den Fall des Falles
Moderation: Ulla Foemer
Sterben gehört zu den Themen, die viele am liebsten meiden. Doch man tut gut
daran, sich auf den Todesfall vorzubereiten. Denn für die Angehörigen sind die
Belastungen durch die dann entstehenden Aufgaben erheblich. Viele Hinterbliebene
fühlen sich dem Wust von Entscheidungen nicht gewachsen. Zum Schmerz über den
Verlust kommt organisatorischer Aufwand hinzu, der oft alles andere als pietätvoll
ist. Unumgängliche Formalitäten sind zu erledigen - und das noch unter
Zeitdruck. Dabei lässt sich viel Stress vermeiden. Die Sendung gibt einige
Tipps, was sich schon zu Lebzeiten regeln lässt. Außerdem hören Sie, was man
bei einer Bestattung entscheiden muss, was gesetzlich vorgeschrieben ist, wie
teuer eine Bestattung sein darf, und vom wem und wofür es unter Umständen eine
finanzielle Unterstützung gibt.
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Fürstenfeldbrück 3. Juni 2004
Anonym-Bestattung nicht billiger
Finanzausschuss kippt Vorschlag der Gemeindeverwaltung
VON STEFAN WEINZIERL Olching - Den rigorosen Sparkurs der Gemeinde bekommen nun
auch die Bürger zu spüren, die sich auf den gemeindlichen Friedhöfen in einem
anonymen Grabfeld beisetzen beziehungsweise bestatten lassen wollen. Der
Finanzausschuss sprach sich nämlich mehrheitlich dafür aus, nicht - wie von
der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen - nur die Hälfe der Gebühren für diese
Bestattungsform zu verlangen, sondern den gleichen Betrag wie bei normalen
Beisetzungen: also 556,70 Euro.
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3. Juni 2004
Schwedin erfindet umweltfreundliche Bestattung
Lyr (AFP) - Eine umweltfreundliche Methode, Leichen zu bestatten, hat die
schwedische Biologin Susanne Wiigh auf der Insel Lyr vor der Südwest-Küste
Schwedens vorgestellt: Mit dem Verfahren können Leichname in Kompost verwandelt
werden. Auf den Humus könnten die Hinterbliebenen statt eines Grabsteins eine
Gedenkpflanze setzen, sagte Wiigh. Dies sei eine schöne Art, eines Verstorbenen
zu gedenken: "Wenn ein Vater stirbt, kann man sagen: Die Moleküle, aus
denen Papa bestand, haben diese Pflanze zum Wachsen gebracht."
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2. Juni 2004
Zwickau: „Es ist wie eine lang verspätete
Beerdigung“
Holocaust-Hinterbliebene kommen zu Stolperstein-Aktion
Mit den Rosen kamen die Tränen. Mit starrem Blick verfolgt Petra
Gottesmann-Haag an der Bahnhofstraße das düster-stumme Pantomimen-Theater der
Gymnasiasten, bevor Geschichtslehrerin Dorit Seichter ihr die weiße Rose überreicht.
Drei Schritte. Vorm Torbogen des roten Backsteinbaus mit der Nummer 60 geht die
46-jährige Stuttgarterin in die Knie und legt die Blume auf die schon von Blüten
gerahmte Messingtafel im Trottoir.
„Hier wohnte Josef Hersch Gottesmann ... Ermordet: 31. 10. 1942 Ghetto
Krakau“. Mit diesen Zeilen lässt der Stein Passanten künftig über das
Schicksal des in Österreich geborenen Textilhändlers stolpern, der mit Frau
Elsa und Sohn Salomo fast 20 Jahre lang in Zwickau lebte, bis die Nazis die
Familie nach Polen deportierten. Als Frau und Sohn mit falschen Papieren aus dem
Krakauer Ghetto flohen, gelang das nur, indem sie den fast erblindeten Mann zurückließen.
Bei der Räumung des Ghettos durch SS-Truppen verkroch er sich auf einem
Dachboden, wurde aber entdeckt und erschossen.
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Organspende
Wenn der Tod Leben rettet
Der Organspendeausweis gibt Auskunft über Zustimmung oder Ablehnung einer Organentnahme. Eine Organtransplantation ist für viele Kranke die letzte Hoffnung: Wenn die eigenen Organe den Dienst versagen und auch Medikamente nicht mehr helfen, kann nur ein fremdes, gesundes Organ ihr Leben retten oder verlängern.
Auf der Warteliste für ein lebensrettendes Organ zu stehen, löst bei Betroffenen jedoch unterschiedliche Gefühle aus: Hoffnung und Optimismus wechseln ab mit Unsicherheit und der Angst, die Transplantation vielleicht nicht mehr zu erleben.
Rund 12.000 Patienten warten in Deutschland dringend auf ein neues Organ. Obwohl die Zahl der Organspenden im letzten Jahr so stark gestiegen ist wie seit zehn Jahren nicht mehr, reicht die Anzahl derer, die Organe spenden wollen, noch nicht aus.
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Verein hilft Eltern nach dem Tod des Kindes
Frankfurt/Mainz
Wenn das eigene Kind stirbt, beginnt für Eltern ein Albtraum. «Der Tod eines
Kindes ist das denkbar schlimmste, was Eltern passieren kann», sagt der
Vorsitzende des in Mainz ansässigen Vereins Trauernde Eltern Rhein-Main, Dieter
Steuer.
Der Psychotherapeut, Heilpraktiker und Trauerbegleiter spricht aus eigener
Erfahrung. Vor zehn Jahren starb sein Sohn an einer unheilbaren Krankheit. Drei
Jahre nach dessen Tod gründete Steuer gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern
den gemeinnützigen Verein, der sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden
finanziert.
Im Jahr 2002 starben in Deutschland 6702 Kinder und Jugendliche. Sie kamen bei
Unfällen ums Leben, brachten sich selbst um, erlagen Krankheiten oder wurden
ermordet. «Es ist dann einfach wichtig, dass die trauernden Angehörigen
Ansprechpartner haben», sagt Steuer. In ihrem normalen Umfeld stehen sie häufig
alleine da. Freunde wenden sich aus Angst vor der schwierigen Situation ab oder
sagen tröstlich gemeinte Sätze wie «Wer weiß, wofür es gut ist», «Das
Leben geht weiter» oder «Du hast doch noch andere Kinder».
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8. Mai 2004
Zahl der Toten ohne Angehörige steigt nach Streichung des Sterbegelds
Seit das Sterbegeld Anfang des Jahres aus den Leistungen der gesetzlichen
Krankenkassen gestrichen wurde, nimmt die Zahl der Toten ohne Angehörige stark
zu. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstag-Ausgabe)
berichtet, hatte sich die Zahl der Toten, die von den Kommunen beigesetzt werden
müssen, schon nach der Reduzierung des Zuschusses in den vergangenen Jahren in
einigen Städten nahezu verdoppelt: So waren es in Hamburg im Jahr 1998 rund
380, 2003 mehr als 800 und in den ersten vier Monaten dieses Jahres schon 265
"Zwangsbeisetzungen". In Berlin ist die Tendenz nicht anders: Zwar
liegen für die Hauptstadt insgesamt keine Zahlen vor, weil die Bezirke für
"alleinstehend Verstorbene" zuständig sind. Als Beispiel aber nennt
die Berliner Gesundheitsverwaltung den Bezirk Lichtenberg: 2002 gab es dort 68,
2003 bereits 136 Bestattungen, die die Bezirksämter zahlen mussten. Immer öfter
weigerten sich die nächsten Angehörigen, für die Beerdigung der Mutter, des
Bruders oder der Tochter zu zahlen. Dabei sind Angehörige ersten und zweiten
Grades (Ehegatten, Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern oder Enkel) in
Deutschland eigentlich "bestattungspflichtig". Verstorbene dürfen
nicht unbegrenzt gelagert werden. Findet sich nach einigen Tagen oder Wochen
kein naher Verwandter, sind die Städte verpflichtet, für eine Bestattung zu
sorgen und dafür zu zahlen. Allerdings wird auch danach noch nach einem möglichen
Kostenträger gesucht - zumeist mit wenig Erfolg.
Quelle: FAZ
21. März 2004
Unruhe um den Frieden
BESTATTUNGEN / Begräbnis am Baum: Ausgerechnet im Wallfahrtsort Kevelaer kursiert die umstrittene Idee des Friedwalds.
KEVELAER. Ganze zwölf Monate haben Politiker zum Teil lautstark und emotional diskutiert, bis das nordrhein-westfälische Bestattungsgesetz im September vergangenen Jahres verabschiedet werden konnte. Ganze sechs Monate hat es gedauert, bis ein findiges Unternehmen aus Darmstadt den ersten Wald in Nordrhein-Westfalen zu einem Friedhof gemacht hat: Im sauerländischen Bad Laasphe ist mittlerweile der erste Friedwald entstanden. Der zweite könnte in Kevelaer entstehen, ausgerechnet im Wallfahrtsort Kevelaer. ...
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(NRZ)
Oberhausen, 1.02.2004
Pressemitteilung
Grabgestaltung für Mike Krüger und Kalle Pohl.
IPM auch in diesem Jahr wieder mit gelungener Grabgestaltung für Stars!
Um seinen verstorbenen Angehörigen nicht zu vergessen ist Grabgestaltung und ein Grab als Ort der Trauer nicht nur notwendig, sondern besonders wichtig. Die beiden Comedy-Stars Mike Krüger und Kalle Pohl haben das erkannt, und von den Essener Friedhofsgärtner-Meisterschüler ein Grab auf der IPM (Internationale Pflanzen Messe) in Essen ein besonders gelungenes zweistelliges Wahlgrab gestalten lassen.
Die beiden Comedy-Stars Mike Krüger und Kalle Pohl sind von Natur aus lustige Typen. Sie bringen die Nation nicht nur Woche für Woche in der beliebten RTL-Fernsehsendung "7 Tage / Köpfe" zum Lachen, sie sind auch sonst immer für einen
lockeren Spruch zu haben. Ebenso offen gehen die beiden auch mit dem Thema Tod um. Sie haben sich gedacht: "Mike ist groß und Kalle ist klein, da passen wir in ein Grab hinein."
Gesagt, getan: Friedhofsgärtner sind im Umgang mit Pflanzen und Blumen kreativ, gehen auf die Wünsche der Kunden ganz persönlich ein. Da stellt weder die gärtnerische Verpackung von Mikes Nase ein Problem dar noch die geringe
Fläche für Kalle. Wo es im Leben lustig zuging, grünt und blüht es nachher umso opulenter. Auch an das Kölsch für Kalles Vetter Hein Spack ist gedacht, wenn er dereinst bei Mike und Kalle am Grab steht und ein stilles Gebet spricht:
"Macht et jut, dumm Säu!".
Tausende Fachbesucher konnten nun diese Grabstelle betrachten. Um dem normal „sterblichen“ nun die Gelegenheit zu bieten, sich auch mal ein Bild von so einer, ja vielleicht etwas anderen Grabgestaltung zu ermöglichen, hat der Bestatter und Friedhofsgärtnermeister Bernhard Flack aus Oberhausen eine komplette Seite mit Bildern und Informationen, sowie weiterführenden Links, in´s Internet gestellt.
http://www.flack.de/aktuell
unter dieser Adresse haben Sie und Ihre Leser die Möglichkeit, sich vom guten Geschmack der beiden Comedy-Stars Mike Krüger und Kalle Pohl zu überzeugen.
Natürlich fehlt auch ein Verweis zu der letzt jährigen IPM nicht, wo die Grabgestaltung von dem bekannten Künstler Guildo Horn und Christian Stratmann zu sehen ist.
http://www.flack.de/aktuell/ipm03.htm
http://www.flack.de/aktuell/ipm04.htm
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